Wie wird der Kirchenbeitrag berechnet?

 

Beitragsgrundlage zur Ermittlung des Kirchenbeitrages ist:

  • das steuerpflichtige Einkommen des dem Kirchenbeitragsjahr vorangegangen Jahres,
  • hilfsweise der nach bürgerlichem Recht zustehende Unterhaltsanspruch und/oder
  • der Lebensaufwand des vorangegangen Jahres oder
  • wenn ein(e) Beitragspflichtige(r) erstmalig oder nach Unterbrechung veranlagt wird, das im Beitragsjahr erzielte Einkommen.

Jede(r) Kirchenbeitragspflichtige hat alle für die Ermittlung der Beitragsgrundlage wesentlichen Tatsachen bekannt zu geben und erforderlichenfalls auch nachzuweisen. Kommt die/der Beitragspflichtige dieser Verpflichtung nicht nach, erfolgt die Vorschreibung auf Grundlage einer Schätzung oder Daten der Statistik Austria zum statistischen Einkommen.

Jede(r) Kirchenbeitragspflichtige hat das Recht, durch Vorlage zweifelsfreier Veranlagungsunterlagen eine zuletzt erfolgte Einschätzung außer Kraft zu setzen.

 

Kirchenbeitrag

Der Kirchenbeitrag beträgt 1,2 % der ermittelten Beitragsgrundlage vermindert um den allgemeinen Absetzbetrag von € 44,-- zuzüglich der (Pfarr-)Gemeindeumlage der jeweiligen Wohnsitzpfarrgemeinde.

Für Einkommen wie Abfertigung, einkommenssteuerrechtlich begünstigte Veräußerungs- und Aufgabengewinne und Gewinne aus Veräußerung von Geschäftsanteilen kommt ein reduzierter Kirchenbeitragssatz von 0,6 % zum Tragen.

Tritt nach Erreichen der Selbsterhaltungsfähigkeit erstmals die Kirchenbeitragspflicht ein, wird die ermittelte Beitragsgrundlage im ersten Jahr der Kirchenbeitragspflicht um 30 %, im zweiten Jahr um 20 % und im dritten Jahr um 10 % reduziert.

Ist nur ein(e) PartnerIn (Ehepartner oder eingetragene Partnerschaft) Angehörige(r) der Evangelischen Kirche gilt Folgendes:

Beziehen beide PartnerInnen Einkünfte, entrichtet die/der evangelische PartnerIn den Beitrag nach ihrem/seinem Einkommen bzw. Lebensaufwand.

Ist die/der evangelische PartnerIn Alleinverdienerln ist ihr/sein Kirchenbeitrag um jenen Betrag zu vermindern, den die/der nichtevangelische PartnerIn zu ihrer/seiner Kirche (nur anerkannte Religionsgemeinschaften) leistet, höchstens jedoch um die Hälfte.

Ist die/der evangelische PartnerIn ohne oder ohne ausreichendes Einkommen, ist die Beitragsgrundlage der ihr/ihm gegenüber dem anderen Partner zustehende Unterhaltsanspruch (in der Regel ein Drittel des Einkommens des nichtevangelischen Partners), vermehrt um das nichtausreichende Einkommen bzw. ihren/seinen Lebensaufwand. (Dabei ändert sich die Berechnungsformel, indem nur € 22,- abzuziehen sind.)

 

Absetzbeträge und Ermäßigungen

Kinderermäßigung: Für jedes Kind, für das der/dem Beitragspflichtigen Familienbeihilfe zusteht, wird der Kirchenbeitrag um € 22,- ermäßigt.

Für Alleinverdienerlnnen, die Anspruch auf den steuerlichen Alleinverdienerabsetzbetrag haben, wird der Kirchenbeitrag um € 15,-- herabgesetzt.

Eine weitere Ermäßigung des Kirchenbeitrages ist bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen (z.B. finanzielle Notlage) möglich. Dafür sind Einkommen und Sonderausgaben nachzuweisen.

 

Wichtig: Die Kirchenbeitragsstelle kann das nur berücksichtigen, wenn sie darüber informiert wird und eine dementsprechende Bestätigung dazu erhält!

 

Bitte beachten Sie:

Sämtliche Zahlungen werden auf die jeweils älteste fällige Beitragsschuld angerechnet.

Wenn Sie Ihren Kirchenbeitrag in Teilzahlungen begleichen möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Kirchenbeitragsstelle, die Ihnen auch für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung steht.

Sollte die Kirchenbeitragsvorschreibung nicht gerechtfertigt sein, kann innerhalb der angegebenen Frist Einspruch erhoben werden.

 

Hier finden Sie weitere Informationen und einen Kirchenbeitragsrechner